I KNOW WHAT YOU THINK ABOUT ME

Vorwort: Waaaaas? Ein Bikini-Post im Winter? Da kommt man den Menschen ja total nackt vor!…  – Stimmt, fuck it.

Ihr lieben, ich habe auf Snapchat (juliettejolie1) schon darüber berichtet, dass ich meinen Blog in meiner Deutschklasse vorstellen „musste“. Meine Lehrerin war total angetan von meiner Arbeit, als sie davon gehört hatte, dass ich durch mein Blog-Baby die Möglichkeit bekommen hatte nach Berlin zu reisen. Sie war sprachlos. „Ja und dadurch kannst du einfach mit den Leuten arbeiten oder wie? Da verkaufst du dich doch auch oder?“ Meine Lehrerin ist süß. Sie hatte ja keine Ahnung…
Ich habe also wirklich eine komplette Unterrichtsstunde mit „Blog-Einzelheiten“ gefüllt. Erst gefiel mir der Gedanke nicht, von jetzt auf gleich eine Art Präsentation (die auch noch spontan war!) über meinen Blog zu halten. Die Menschen die meinen Content täglich lesen sehe ich ja normalerweise nicht! Und bei dem Gedanken an mehrere hunderte Menschen auf einem Haufen bekomme ich Panik!! So konnte ich aber Gesichtsausdrücke verfolgen, wenn ich zum nächsten Foto scrollte, und habe wegen meiner Lehrerin vielleicht auch die ein oder andere Einzelheit weggelassen… Ein Bikini-Foto von mir wollte ich jetzt zum Beispiel nicht vor der ganzen Klasse zeigen-, bzw. vor meiner Lehrerin.   (scroll down)
Eigentlich wollte ich die ganze Sache viel allgemeiner halten. Über verschiedene Blogthemen und Social Media sprechen. Ich bezeichnete uns Blogs und damit auch mich als eine Art „Moderne Literatur“. Irgendwo zwischen Magazin und Werbung, da sind wir. Unabhängige, selbstständige „Content-kreierende“. Meine Lehrerin war begeistert, wie sie mir im Nachhinein erzählte.
Die einzige Frage die meine Mitschüler und jeden anderen Menschen aber wirklich immer interessiert hat, ist der Profit den ich aus der ganzen Sache ziehe. Denkt ihr denn im Ernst ich habe angefangen nur für Geld?? Ich habe mich doch nicht eines Tages hingesetzt und gedacht: So, und ich werde mal Fashionbloggerin! Mein Blog-Baby ist mehr wert! Für mich…
Also habe ich meinen Werdegang erzählt: Angefangen hat alles mit einem kleinen „Reisetagebuch“… Das wollte natürlich keiner hören. Nie gibt sich jemand zufrieden damit zu hören, dass ich nicht angefangen habe für Fame, Klicks, oder Geld. Sie wollen das Schlechte aus mir herauskitzeln. Als nächstes durfte ich mir von einem Mitschüler anhören ich würde bloggen um Aufmerksamkeit in der Gesellschaft zu bekommen und damit die Leute über mich reden. – Alles klar. Daumen hoch für diesen kreativen Gedankengang!
Eine Gesellschaft voller nichts-gönnender Mitmenschen. Und von ihr soll ich Aufmerksamkeit wollen? Die einzig richtige Antwort wäre gewesen, dass gewisse Personen nur über mich reden, weil sie kein eigenes Leben haben, worüber sie sich unterhalten können. Aber meine Lehrerin hätte diese Art Antwort bestimmt nicht toleriert. Stattdessen blieb ich ruhig, tat so, als wüsste ich keine passende Antwort. Menschen, die immer nachfragen was ich eigentlich mache, und wofür und sich aber jeden Tag meine Snapchat Story anschauen… Ihr seid doch diejenigen, die eigentlich eine Präsentation halten sollten! „Die heimlichen Bewunderer“… Eine für mich sehr interessante Spezies! Ich liebe euch :*  (scroll down)

Leute, warum ist es so schwer mal ein Lob auszusprechen? Zu sagen, dass man sich eben doch für ein Thema interessiert, dass man es toll findet was ein anderer erreicht hat?
Ende des Schuljahres haben alle ihr Abitur, ja. Richtig. Aber ich kann stolz behaupten bis jetzt noch etwas mehr erreicht zu haben in meinem Leben. Etwas das ich mir selbst aufgebaut habe, und worauf ich stolz bin. Ohne kommerziellen Hintergrund. Oder den Hintergrund, dass bitte jeder über mich reden soll. Nein.

XOXO Juliette


P.S: dieser Post soll sich natürlich nicht auf meine Mitschüler beschränken, sondern auf alle diejenigen von euch, die irgendjemanden kritisieren ohne den genauen Hintergrund zu kennen. Ohne die Beweggründe oder die Motivation der Leute zu hinterfragen. Das mindeste ist ja wohl, nicht aus Unwissenheit irgendwelche Schlüsse zu ziehen! Und tschüss.

 

 

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