WAS SIND WIR OHNE HANDY?

Jetzt mal ehrlich… Inzwischen ist es über ein Monat den ich ohne eigenes Handy verbringe, ohne die Handynummern meiner Liebsten, ohne Whatsapp, ohne einen Anruf, ohne Kontakt zur Außenwelt sozusagen! Was bitte läuft schief bei mir? Ich fühle mich schlecht, wenn ich nicht up to date bin, wenn ich Snapchatt/Whatsapp/Facebook unterwegs nicht checken kann, wenn ich mein Essen nicht fotografieren kann, und wenn ich jemanden nicht sofort anrufen kann (weil ich die Nummer ja nicht zur Hand habe…). Schnell mal eben die Freundin anrufen um zu sagen dass es später wird, schnell mal eben googeln ob der oder der Laden noch auf hat, schnell mal eben ein Taxi anrufen, schnell mal eben auf eine „wichtige“ Nachricht antworten, schnell mal eben ein Gruppen-Selfie schießen um den Moment festzuhalten, schnell mal eben…  eben nicht.
Es ist quasi unmöglich heutzutage noch ohne Handy zu leben. Man bekommt einfach überhaupt nichts mit ohne diesen Fluch von Geldfress-Anlage und Suchtpotential, im Volksmund genannt: „Handy“. Es ist Wecker, Timer, Fotoapparat, Telefon, Computer und MP3-Player (wer diesen Ausdruck überhaupt noch kennt) in einem. Und Klar ist es praktischer alles in einem zu haben, als alles einzeln. Und jetzt der Schock: Ohne unser Handy funktionieren wir nicht. Der Tagesablauf wird komplett zerstört, wenn die DB App auf dem Handy nicht abrufbar ist, und vor Allem, wenn erst gar kein Wecker klingelt. Die Frage ist doch wie wir das früher gemacht haben… Trotzdem, dass uns jeder gewarnt hat, wollten wir unbedingt eines dieser „Smartphones“.
Aus heutiger Sicht bin ich froh, dass meine Eltern mir mein erstes Handy geschenkt haben da war ich 14. Wenn ich ab und zu babysitten gehe, dann wird mir das Ausmaß dieser Katastrophe erst mal bewusst. Mein kleiner Schützling ist ein 4, bald 5 jähriges Mädchen, welches nichts Anderes im Kopf hat als „Handy spielen“! Rausgehen und Ballspielen ist doof (sogar wenn eine Freundin dabei ist), baden gehen ist doof, und sogar ein Feuer machen ist doof (wobei meine Generation bei so einem Vorschlag total ausgeflippt und aus dem Häuschen wäre!!) Als ich es geschafft habe sie auf den Spielplatz zu bewegen, und das Herumtoben mit ihrem Bruder plötzlich langweilig wurde (weil sie mein Handy gesehen hat) war der schöne Tag draußen gelaufen, und keine andere Möglichkeit ihn zu retten, als sie Ninja-irgendwas auf dem Handy spielen zu lassen, was ich zu ihrer noch größeren Endtäuschung nicht mal besaß.
Inzwischen hat ihr Bruder (9 Jahre alt) ein eigenes Handy (Zwar ohne Telefon Möglichkeit) und kann jetzt jederzeit „Handy spielen“, und in der Grundschule ist das nach seinen Angaben ganz normal. „Klar das hat jeder!“
Generation Smartphone, Hallo! Ciao die guten alten Zeiten in denen bei Regen in Regenpfützen herumgehüpft wurde, und nicht „weil es schlechtes Wetter ist“ SCHNELL MAL EBEN das Handy bevorzugt wird. Ein Jammer 😦
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5 Gedanken zu „WAS SIND WIR OHNE HANDY?

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